Viel Früchte passen nicht in die Norm. Zu gross, zu klein oder einfach unschön. Der Grosshandel will sie nicht. Also bleiben sie am Baum hängen oder landen in Biogasanlagen. Genau hier kommt Ugly ins Spiel: Wir geben ihnen eine zweite Chance und reduzieren so Food Waste, verhindern einen Totalverlust für die Produzent:innen und lassen unsere Community grossartige Produkte zu fairen Preisen geniessen.
Zitrusfrüchte sind empfindlich, was sie besonders anfällig für Normabweichungen macht. Bei Jardins de la Testa werden jedes Jahr 600 Tonnen Pomelos aussortiert — das sind 40 % der Ernte. Und das nur, weil sie nicht den Marktstandards entsprechen.
In unseren Augen sind sie perfekt!
Seit 1965 bauen die Jardins de la Testa ihre Zitrusfrüchte als Familienbetrieb in Sainte-Lucie de Porto-Vecchio an. 100 % Bio, ohne Pestizide, ohne Chemie, ohne Gentechnik. Jeder Pomelo wird am Baum reif gepflückt und nach der Ernte unbehandelt geliefert.
So schmeckt’s
Saftig, süss, leicht säuerlich, ohne jede Bitterkeit. Rotes Fruchtfleisch, kernlos. Pomelo de Corse g.g.A. — seit 2014.
Einmalige Lieferung, ausserhalb des Uglyfruits-Abos
Ganze Pomelos halten rund 10 Tage an einem kühlen, trockenen Ort – weit weg von Bananen und Äpfeln, die sie schneller altern lassen. Im Kühlschrank halten sie bis zu 4 Wochen.
Was wir “Grapefruit” nennen, ist eigentlich gar keine Grapefruit. Es ist eine Pomelo! Sie entstand durch eine zufällige Kreuzung eines Pampelmusenbaums mit einem Orangenbaum, in der Karibik, im 18. Jahrhundert. Somit ist sie die einzige Zitrusfrucht, die nicht aus Asien stammt.
Der Name kommt vom niederländischen pompelmoes. Pompel für “gross”, limoes für “Zitrone” heisst sie also wörtlich “grosse Zitrone”. Die Engländer nannten sie “grapefruit”, weil ihre Blüten in Trauben wachsen, wie Weintrauben. Zwei Länder mit unterschiedlichen Ideen für die Namensgebung derselben Frucht.
In Korsika reicht der Zitrusanbau bis in die Antike zurück. Die Pomelo kam allerdings erst in den 1970er-Jahren auf die Insel als Anschlussfrucht nach der Clementine, deren Saison genau dann endet, wenn die der Pomelo beginnt. Eine pragmatische Entscheidung, die aufgegangen ist: Heute produziert die östliche Küstenebene der Insel die einzigen IGP-Pomelos Frankreichs.
Das Fehlen der Bitterkeit ist der grösste Unterschied zwischen korsischen Pomelos und denen, die du sonst im Laden findest.
Rosa bis tiefrotes Fruchtfleisch, saftig, süss mit einer feinen Note Säure. Die IGP-Vorgaben verlangen ein Zucker-Säure-Verhältnis von über 6, gemessen per Refraktometrie vor jeder Ernte. Und da es sich um eine nicht-klimakterische Frucht handelt, reift sie nach der Ernte nicht weiter. Was du bekommst, ist also auf dem Geschmackshöhepunkt!