Zwetschgen haben eine dünne Haut. Ein Kälteeinbruch, der das Wachstum verlangsamt, ein zu intensiver Sonnenbrand, ein Ast, der beim Wachsen reibt – und schon bleibt die Frucht zu klein oder behält einen Fleck. Das ändert nichts am Geschmack, reicht aber, um bei der Qualitätskontrolle der Grossverteiler durchzufallen, wo nur das Äussere zählt.
Das ist das Schicksal von über einer Tonne der Ernte aus dem jungen Obstgarten der Ferme Barilier in Romanel-sur-Morges. Anstatt sie dem Verlust zu überlassen, kaufen wir sie auf und bieten sie dir zu einem günstigen Preis an – das ist das Prinzip der Flash-Angebote.
In Romanel-sur-Morges im Kanton Waadt bewirtschaftet die Familie Barilier rund 50 Hektaren: zehn Hektaren Reben, alte Getreidesorten, die zu Mehl verarbeitet werden, kaltgepresste Sonnenblumen- und Rapsöle und seit 2019 einen jungen Obstgarten mit Fellenberg-Zwetschgen. Alles Bio Suisse und Demeter zertifiziert.
Eine Familiengeschichte
Vor rund zwanzig Jahren traf Jonathans Vater eine damals noch seltene Entscheidung: den Betrieb auf Bio umzustellen. Jonathan ist in dieser Tradition aufgewachsen. Er arbeitet seit zehn Jahren auf dem Hof und hat ihn vor zwei Jahren übernommen.
Die Zwetschgen werden extensiv angebaut: Die Bäume stehen weiter auseinander, sind autonomer und brauchen weniger Eingriffe – so können die Zwetschgenbäume in ihrem eigenen Tempo wachsen, statt auf Ertrag getrimmt zu werden. Sie werden in Becherform geschnitten, einer niedrigen, ausladenden Form, und können vollständig vom Boden aus geerntet werden.
Einmalige Lieferung, ausserhalb des Uglyfruits-Abos
Rechne mit 2 bis 3 Tagen bei Raumtemperatur und bis zu 5 bis 7 Tagen im Kühlschrank. Der Trick, der alles verändert: Entferne nicht den weisslichen Belag auf der Haut – diese Pruina schützt die Frucht natürlich und verlangsamt die Alterung. Wenn sie bei Erhalt noch fest sind, lass sie bei Raumtemperatur nachreifen, bevor du sie in den Kühlschrank legst.
Die Fellenberg-Zwetschge stammt vermutlich aus der Lombardei und wurde um 1800 in die Schweiz eingeführt – von einem Schweizer namens… Fellenberg. Sie ist die am meisten angebaute Sorte in der Westschweiz und eine der wenigen, die unter ihrem eigenen Namen verkauft wird statt einfach als «Zwetschge». Schweizweit nimmt die Zwetschge über 322 Hektaren ein, wobei die Nordwestschweiz das Hauptanbaugebiet ist.
In der Westschweiz gibt’s eine ganz besondere Tradition: der Eidgenössische Bettag. 1832 als Buss- und Bettag für die ganze Eidgenossenschaft eingeführt, fällt er auf den dritten Sonntag im September.
In den Kantonen Waadt, Neuenburg, Genf und im Freiburger Seebezirk lebt die Tradition der Zwetschgenwähe weiter – ursprünglich die einzige Mahlzeit am Fastentag, einfach zubereitet mit dem, was die Saison bot. Die Zwetschgen haben sich durchgesetzt, weil sie schlicht und einfach zur richtigen Zeit reif waren.
Kein Wunder, dass sie die Lieblingssorte der Schweizer:innen ist – zum Reinbeissen, als Wähe oder als Kompott.
Die Fellenberg hat ein festes und saftiges Fruchtfleisch, süss mit einer leichten Säure zu Beginn der Saison und einem unverkennbar fruchtigen Aroma. Ihre blau-violette Haut, bedeckt mit einem feinen Pruina-Schleier, verbirgt einen Stein, der sich ganz von selbst löst.
Mist, schon ausverkauft
Das nächste Flash-Angebot kommt sehr bald.
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