Dieses Jahr wurde die gesamte Süsskartoffel-Ernte des Hofs Rütihof aus den klassischen Vertriebswegen ausgeschlossen: ein paar Spuren an der Oberfläche, die nicht den üblichen ästhetischen Standards entsprechen. Nichts, was das Fruchtfleisch oder den Geschmack beeinträchtigt. Im Handel entscheidet oft das Aussehen über alles – auch wenn das Gemüse innen perfekt ist.
Diese Bio-Süsskartoffeln vom Hof Rütihof in Bünzen haben also keinen Absatzmarkt gefunden. Wir holen sie ab und bieten sie dir an – wie bei jeder Flash-Rettung.
Rütihof ist ein vielseitiger Landwirtschaftsbetrieb im Bünztal im Aargau. Er wird in 5. Generation von Hansjörg Abt bewirtschaftet – seit 1990 biologisch.
Der Hof kombiniert Bio-Gemüseanbau und Bio-Rinderhaltung, dazu kommen Weizen und Zuckermais neben den Süsskartoffeln. Rütihof legt auch grossen Wert auf Biodiversität: Zwischen den Feldern gepflanzte Hecken dienen als Rückzugsort für Vögel und Insekten, Blühstreifen ernähren Bienen und andere Bestäuber, und extensiv bewirtschaftete Wiesen, die nur sparsam gemäht werden, lassen die Natur zwischen zwei Ernten wieder aufblühen.
Einmalige Lieferung, ausserhalb des Uglyfruits-Abos
Gut gelagert halten sie sich bis zu 6 Monate. Um deine Süsskartoffeln so lange wie möglich zu geniessen, hier ein paar einfache Regeln:
Ja, das sind Gänge von Drahtwürmern, die natürlich im Boden leben. Bei plötzlicher Trockenheit graben sie sich zur Feuchtigkeit und treffen dabei manchmal auf die heranwachsenden Süsskartoffeln. Zum Zeitpunkt der Ernte sind die Würmer verschwunden, aber die Löcher an der Oberfläche bleiben – ohne Einfluss auf Geschmack, Textur oder Haltbarkeit. Mit den immer häufigeren Trockenperioden in der Schweiz betrifft dieses Phänomen übrigens immer mehr Landwirt:innen.
Anders als ihr Name vermuten lässt, ist die Süsskartoffel keine Kartoffel: Sie gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) – botanisch gesehen Lichtjahre von der klassischen Kartoffel entfernt.
Ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammend und vor über 6000 Jahren domestiziert, hat sie auch den Pazifik bis nach Polynesien überquert – lange vor der Ankunft von Christoph Kolumbus in Amerika. Lange dachte man, dass präkolumbische Seefahrer sie dorthin gebracht hätten. Eine aktuelle genetische Studie, die an der DNA von fast 200 Exemplaren durchgeführt wurde, erzählt eine andere Geschichte: Die Pflanze kam auf natürlichem Weg an – getragen von Wind, Meer oder Vögeln. Sie hatte sogar ihre grosse Stunde unter Napoleon: Joséphine de Beauharnais baute sie in ihrem Garten in Malmaison an.
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